Februar 2013
Soziale Lage und Armut von Kindern und Jugendlichen
Kinder sind eine eigenständige Bevölkerungsgruppe mit eigenen Rechten und Ansprüchen an die Gesellschaft. Aus diesem Gedanken leitet die Kinderkommission viele ihrer politischen Forderungen ab. Von der Aufnahme von expliziten Kinderrechten in das Grundgesetz bis zum Erhalt des Kinder- und Jugendhilfegesetzes hat die Kinderkommission hierzu bereits verschiedene Stellungnahmen abgegeben und Forderungen formuliert.
Das Wohlbefinden und die soziale Lage von Kindern und Jugendlichen
rückten in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus öffentlicher
Auseinandersetzung.
Die Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder des Deutschen Bundestages hält die Armut von Kindern und Jugendlichen für eines der
schlimmsten Probleme in Deutschland.
Noch immer sind zu viele Kinder von Armut bedroht oder leben in armen Familien. Die Folgen für die betroffenen Kinder sind umfassend. Armut bedeutet nicht nur Mangel an finanziellen Mitteln, sondern zieht weitere Benachteiligungen nach sich. Arme Kinder haben erschwerte Zugänge zu Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und tragen nicht zuletzt ein erhöhtes gesundheitliches Risiko.
Arme Kinder bleiben häufig unter sich und leben in strukturell unterversorgten Stadtteilen, sie erleben weniger Unterstützung und Anerkennung. Die Kinderkommission setzt sich dafür ein, dass Kinder gesund aufwachsen, Zugang zu guter Bildung haben und gleichberechtigt am alltäglichen Leben teilhaben können.