"20 Jahre Umwelt und Gesundheit in Europa: eine Zwischenbilanz"
9. Jahrestagung Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt
am 24./25. September 2009 in Bon

Auf der 4. Konferenz der Europäischen Umwelt- und Gesundheitsminister am 23.-25.6.2004 in Budapest diskutierten Regierungsvertreter aus 50 Staaten der Europa-Region der WHO mit Vertretern internationaler Organisationen, Wissenschaftlern und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) über die Zusammenhänge zwischen Umwelteinflüssen und Gesundheit. Wesentliches Ergebnis der Konferenz war die Verabschiedung der "Budapest-Deklaration" und des "Aktionsplans zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der Europäischen Region (CEHAPE)".

Die 5. Ministerkonferenz in Parma (Italien) vom 10.-12.3.2010 wird ganz im Zeichen der Fortschrittsberichte zum Kinderaktionsplan CEHAPE stehen und die Weichen für die zukünftigen Schwerpunkte des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa stellen.

Die Tagung ist der Abschlussworkshop für das Netzwerk-Projekt "Beiträge von Nichtregierungsorganisationen zur Umsetzung des Aktionsplans zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der Europäischen Region (CEHAPE)", welches bis Anfang 2010 vom Umweltbundesamt gefördert wird. Kernelement ist eine Zusammenstellung von "Good Practice"-Beispielen im Bereich Kind-Umwelt-Gesundheit analog zum "Kinderaktionsplan- CEHAPE". Die politischen Forderungen aus NGO-Sicht werden in der "Kinderagenda für eine enkeltaugliche Politik 2010" zusammengefasst. Die Projektergebnisse werden auf der 5. Konferenz der Umwelt– und Gesundheitsminister der WHO-Europa-Region im März 2010 in Italien als Beitrag der deutschen NGOs präsentiert.

Im Workshop steht am ersten Tag die politische Dimension des bisherigen Prozesses "Umwelt und Gesundheit 1989-2009" im Vordergrund. Zum Abschluss werden die Projektergebnisse zu den "Good-Practice" Beispielen sowie zur Kinderagenda 2010 im Überblick vorgestellt. Am zweiten Tag im GSI werden die Träger der ausgewählten Projektbeispiele Gelegenheit zu einer ausführlicheren Vorstellung ihrer Projekte haben. Die Kinderagenda 2010 soll dann abschließend diskutiert und verabschiedet werden. Am Ende stehen Arbeitsverabredungen zur Weiterentwicklung der NGO-Arbeit im nächsten Jahrzehnt "Umwelt und Gesundheit in Europa. Agenda 2020"
.      

Tagungsort:
Do. 24.9.2009: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Robert-Schumann Platz 3, 53175 Bonn, www.bmu.de.
Fr. 25.9.2009: Gustav-Stresemann-Institut (GSI), Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn, Tel.: 0228/ 8107-0, Fax: 0228/ 8107-197, info@gsi-bonn.de, www.gsi-bonn.de.
Tagungsbeginn: Do. 24.09.2009, 13.30 Uhr
Tagungsende: Fr. 25.09.2009, 13.30 Uhr
Tagungskosten: Es ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Die Reisekosten nach BRKG können für eine begrenzte Teilnehmerzahl auf Antrag übernommen werden.
Übernachtung: Gustav-Stresemann-Institut (GSI)
Veranstalter: Netzwerk Kindergesundheit & Umwelt e.V.


Hinweis: Die Veranstaltung wird vom Umweltbundesamt im Rahmen der Projekteförderung finanziell unterstützt (Kapitel 1602, Titel 685 04).

Tagungsprogramm

Donnerstag 24.9.2009

13.30 Uhr

Begrüßung (R. Güttler, Vorstand Netzwerk KGU, Berlin)

14.00 - 16.45 Uhr

Umwelt und Gesundheit in Europa und in Deutschland

14.00 - 14.30 Uhr
Impuls:

"20 Jahre Umwelt und Gesundheit in Deutschland: ein Erfolgsmodell?!"
Andreas Kappos, Frankfurt
"20 Jahre Umwelt und Gesundheit aus Sicht der Nichtregierungsorganisationen"
Erik Petersen, Bremen

14.30 - 16.00 Uhr
Stellungnahmen:

14.30 - 14.45 Uhr

"Die europäische Ebene"
Matthias Braubach, WHO - European Center Environmental Health, Bonn

14.45 - 15.15 Uhr 

"Die bundesdeutsche Ebene"
Jutta Litvinovitch, Bundesministerium für Umwelt, Bonn
Ute Winkler, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin/Bonn

15.15 - 16.00 Uhr

"Die Ebene der Umsetzung in Bund, Land und Kommune"
Hedi Schreiber, APUG-Geschäftsstelle Bund, Berlin
Hans-Werner Breuer, APUG-NRW, Düsseldorf
Hubert Schiefer, APUG München


16.00 - 16.30 Uhr

Diskussion


16.30 - 17.00 Uhr

Kaffeepause


17.00 - 18.30 Uhr

Beiträge von Nichtregierungsorganisationen
"Beiträge von Nichtregierungsorganisationen zur Umsetzung des Aktionsplan zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der Europäischen Region (CEHAPE) - Projektergebnisse
Thomas Hartmann / Agnes M. Alteneder (Hochschule Magdeburg-Stendal - FH)


18.00 - 18.30 Uhr

Verleihung der Urkunden / Fototermin

18.30 Uhr Ende

ab 19.00 Uhr 

Abendessen mit anschl. gemütlichen Beisammensein
Ort: Gustav-Stresemann-Institut (GSI)


Fotogalerie

Plenum
beim Vortrag von Thomas
Aus der Hand von Erik Petersen nehmen ihre Urkunden entgegen:
Fröhliche Gesichter:
Hartmann
Elke Grosser für Kind und Umwelt e.V.
Stefanie Kasper für die mhplus BKK
Susanne Neyen für das Unabhängige Institut für Umweltfragen e.V.
Hubert Schiefer für das Münchener Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit
Silvia Pleschka für Women in Europe for a Common Future e.V.
S. Pleschka,
S. Kasper,
S. Neyen,
E. Grosser,
H. Schiefer


Freitag 25.9.2009

Beiträge von Nichtregierungsorganisationen zur Umsetzung des Aktionsplan zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der Europäischen Region (CEHAPE)

9.00 Uhr Block 3:

Beiträge von Nichtregierungsorganisationen - Teil 2
"Good Practice Projektbeispiele zum Kinderaktionsplan (CEHAPE)" -
Beispiele guter Praxis stellen sich vor

Leider konnten nicht alle ausgezeichneten Träger ihr Projekt persönlich vorstellen. Wir nutzen hier die Gelegenheit weitere Präsentationen und Poster zu zeigen, sodass alle Projekte vertreten sind.

Kategorie I: Trinkwasser
Umweltamt Kreis Stormarn:
Natürliche Lebensgrundlagen
Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt:
Errichtung von Trinkbrunnen

Kategorie IIa: Bewegung
Leipziger Kinderbüro:
Kinder planen ihre Stadt
mhplus BKK:
Früh übt sich

Kategorie IIb: Unfälle
Kind und Umwelt:
Stadtteildetektive
Leipziger Kinderbüro:
Kinder planen ihre Stadt

Kategorie IIIa: Außenluft
Green City:
Bus mit Füßen
Moabiter Ratschlag:
NUTZbar - Ein Stadtteil entwickelt seine Ressourcen - Teilprojekt FAHRbar

Kategorie IIIb: Innenraumluft
Bremer Umwelt Beratung u.a.:
Bremer Netzwerk Schimmelberatung
Landeshauptstadt München:
Münchner APUG, Teilprojekt Umweltmedizinische Beratung zu Schimmelbefall

Kategorie IVa: Biologische Wirkstoffe
Tollwood:
Bio für Kinder
Bremer Umwelt Beratung u.a.:
Bremer Netzwerk Schimmelberatung

Kategorie IVc: Lärm
Kind und Umwelt:
Leisere Töne für Kinderohren
Unabhängiges Institut für Umweltfragen:
Lärmvideo HÖRSINNiges

12.30 Uhr Block 4:

Kinderagenda 2010 und Perspektive 2020
Impulsreferat: "Kinderagenda 2010 für Gesundheit und Umwelt: Vorschläge für eine enkeltaugliche Politik"
Erik Petersen, Bremen

Diskussion und Verabschiedung der Kinderagenda 2010, Synopse und Verabredungen
Thomas Hartmann, Magdeburg (Moderation)

13.30 Uhr 

Tagungsende / Mittagessen