Der im Juni 1999 auf der europäischen Konferenz der Umwelt- und Gesundheitsminister beschlossene Grundsatz der "Action in Partnership" (= Bürgerdialog) für die nationalen Aktionspläne Umwelt und Gesundheit (APUG) sowie die Festlegung eines Schwerpunktes "Kindergesundheit" haben Wirkungen gezeigt.

Im Rahmen des Bürgerdialogs erhielten für das Jahr 2001 Nichtregierungsorganisationen (NRO) – hier das aus der Arbeitsgruppe "Kind-Umwelt-Gesundheit"* innerhalb des NRO-Bündnisses für Umwelt und Gesundheit entstandene Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt - finanzielle Zuwendungen, um diesen Dialog zu gestalten. Das vom BMG finanzierte Projekt "Vernetzung der Nichtregierungsorganisationen im Bereich Kind-Umwelt-Gesundheit" ist beim Ökologischen Ärztebund angesiedelt.

Im Rahmen des Projekts wurde die Beteiligung der NRO’s am Programm des Münchner Forums Kinder-Umwelt und Gesundheit koordiniert und die Kinderagenda 2001 erarbeitet. Sie spiegelt die Auffassung der unterstützenden Verbände wider, dass sich der Aspekt der Nachhaltigkeit wesentlich stärker in dem Aktionsplan Umwelt und Gesundheit wieder finden muss. Wir haben dies mit dem Begriff "Enkeltauglichkeit" umschrieben, der unserer Meinung nach unmissverständlich deutlich macht, dass letztlich alle Politik sich daran zu messen hat, dass auch unsere Enkelkindern eine lebenswerte Zukunft vorfinden.

Für die vorliegendes Broschüre wurden alle uns bekannten bundesweit aktiven Verbände und Initiativen angeschrieben und um Mitarbeit gebeten. Aus der überschaubaren Anzahl der Rückmeldungen ziehen wir den Schluss, dass es 1. momentan tatsächlich nur wenige überregional aktive Verbände gibt, die sich explizit mit dem Thema Kind-Umwelt-Gesundheit beschäftigen und dass es 2. eine große Anzahl weiterer Verbände gibt, die sich nur am Rande mit der Thematik beschäftigen und die sich offenbar bisher "noch nicht angesprochen" fühlen. Aus diesem Reservoir können unserer Meinung nach weitere zukünftige Bündnispartner gewonnen werden. So wird es zu den zukünftigen Aufgaben des Netzwerks bei der Weiterentwicklung der Kinderagenda 2001 gehören, zu diesen Verbänden Kontakte zu knüpfen um das Netzwerk auf eine breitere Basis zu stellen.

* Mitglieder sind z.Zt. u.a. Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind (AAK), AG Pädiatrische Umweltmedizin in der GPA (Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin), Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), kinderumwelt gGmbH, Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner (dbu), Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin (IGUMED, Kind und Umwelt, National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland, Ökologischer Ärztebund.

Literatur:
Bilger, Jürgen & Petersen, Erik (2000): Kinder-Gesundheit / Umwelt-Krankheit, 192 S., (Mabuse Verlag) Frankfurt

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